Themen 04.05. bis 27.07.2009

Wir treffen uns jeden Montag um 19:00 Uhr im Haus des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Fehrbelliner Straße 139 in Neuruppin.

Kontakt- und Informationsgespräche bei Bedarf und auf Wunsch auch schon ab 18:00 Uhr.
Gäste sind herzlich willkommen

Datum THEMA Ort (Verantwortlich)

Mai
04.05. Alternativen zur SHG, NIT
11.05. Entwicklungsstand EXIT, LECK
18.05. Reiseberichte, LAP (Thema verschoben, alternativ: Konzept Flyer – Diskussion)
25.05. Inventur, GKO

Juni
01.06. Pfingstmontag / Haus geschlossen
08.06. Vortrag zum Thema „Paritätischer Wohlfahrtsverband“ Frau Kluth / alternativ: Buchlesung, WAL
15.06. Suchtwoche Thema: Bewältigungsstrategien, offenes Haus + alle Gruppen+Gäste, KOC ab 18.00 Uhr
20.06. Fachvortrag Dr. Lindenmeyer, 10.30 Uhr bis ca. 14.00 Uhr,  “ Sucht und soziales Netz“, Anschließend Diskussion zum Thema
22.06. Besuch einer Ausstellung, alle
29.06. Stationen, SCH

Juli
06.07. Sommerfest, alle
13.07. soziale Kontakte, MIL
20.07. Krankenkassenreform, RYB
27.07. Hobbyausstellung, alle


In Planung

– Bewährungshilfe / Vortrag und Kommunikation / Frau Boers

Veröffentlicht unter archiv

Netzwerk Suchtselbsthilfe Neuruppin

Notiz 02

zur Sitzung “Netzwerk Suchtselbsthilfe Neuruppin” am 15.04.2009

Thema

Vorbereitung der Suchtwoche 2009 vom 13.06.09   bis   21.06.09

Anwesende Gruppen und Vereine:

Kreuzbund
Alanon
TT – Lindow
Anonyme Alkoholiker (Mittwochsgruppe )
Elternkreise
Märkischer Abstinenzler Club e.V.
Blaues Kreuz
FSG
EXIT e.V.

Geplante Veranstaltungen der Selbsthilfegruppen

Sonntag 14.06.2009

Blaues Kreuz    100 – jähriges Jubiläum der landeskirchlichen Gemeinde
Ort: Regattastraße 1
Neuruppin
Zeit: ab 10.00 Uhr

Montag    15. 06. 2009

EXIT e.V. Offenes Haus
Stammgruppe + Orientierungsgruppe mit jeweils vorgegebenen Themen
Ort :    Haus der Parität
Fehrbelliner Straße 139
Neuruppin
Zeit :    ab 18.00 Uhr

Lebenssinn e.V.    Gründung der ,, Selbsthilfegruppe jugendlicher Abhängiger “
Ort :    Mehrgenerationenhaus
Otto – Grothewohl – Straße 1 a
Neuruppin
Zeit :    18.00 Uhr

Dienstag    16. 06. 2009

MAC e.V.        Offene Veranstaltung mit Vor + Hauptgruppe
„ Erfahrungsaustausch“
Ort :    Haus der Begegnung
Franz-Künstler – Straße 8
Neuruppin
Zeit :    16.30 Uhr

Mittwoch    17. 06. 2009

Lebenssinn e.V.    Fach -Tagung zum Thema:
FAS -Abstinent durch die Schwangerschaft
Ort:    Ruppiner Kliniken / kleiner Festsaal
Zeit:    17.30 Uhr

Anonyme Alkoholiker Offenes Angebot
Ort :    Haus der Parität
Fehrbelliner Straße 139
Neuruppin
Zeit :     18 Uhr

Donnerstag    18.06.2009

Alanon  Gemeinsame Veranstaltung von Alanon und Elternkreise beschlossen / EXIT entscheidet noch
Elternkreise
EXIT e.V.
(Angehörigengruppen)
Ort :     Adaption des THBB
Kleine Ansprache oder Vortrag von Hr. Schulz oder
Frau Sill ( wird von Frau Gebert angefragt )
August – Bebel – Straße 21
Neuruppin
Zeit :    18.30 Uhr

Freitag    19. 06. 2009

Kreuzbund Offener gemeinsamer Gruppenabend
1 + 2 Ort : Schinkelstraße 11
Neuruppin
Zeit :    18.00 Uhr

Freitag 19. 06. 09

Alle SHG  ,, Wir gehen raus “
Gesprächs – und Kontaktangebote
Jeweils 1 bis 2 Vertreter der SHG stehen für Gespräche mit  Interessierten in der Klosterkirche zur Verfügung. Für die Bereitstellung von Informationsmaterial ist jede Gruppe selbst verantwortlich.
Ort:  Klosterkirche Neuruppin
Zeit:  15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Organisation : EXIT e.V. Herr Arndt

Pfarrer Rein hat sich bereit erklärt, eine Eröffnungsansprache zu halten.

Die Möglichkeit dort Bilder auszustellen ist laut Hr. Arndt nicht möglich.
Die Tischaufsteller für die Selbsthilfegruppen werden von EXIT hergestellt und platziert.
Der NRC hat definitiv die Teilnahme zugesagt.

Dem Wunsch des Ria-Teams aus Kyritz, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen, wurde entsprochen.

Die Integrierte Suchtberatung des THBB ist zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Samstag 20.06.2009

EXIT e.V. Fachvortrag und Diskussion zum Thema : ,, Sucht und soziales Netz “
Dr. Lindenmeyer, Salus –Klinik, angefragt
Ort :  Haus der Parität
Fehrbelliner Straße 139
Neuruppin
Zeit: ab 10.00 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 beschränkt.

Weitere Veranstaltungen

FSG Eine von 2 Gruppenmitgliedern durchgeführte Informationsveranstaltung im Mittendrin.

Lindower TT    Möglicherweise Veranstaltung in einer Schule, ist weiterhin offen.

Festlegungen

  • Der Name : ,, Netzwerk Suchtselbsthilfe Neuruppin“ wurde beschlossen
  • Die enge Zusammenarbeit mit der Integrierten Suchtberatung des THBB zur Vorbereitung der Suchtwoche  wird angestrebt
  • Pressearbeit:    Verantwortlich Herr Pfeifer und Herr Leck
  • Verbindung zur Suchtberatungsstelle halten Herr Pfeifer und Herr Leck
  • Jeden Tag der Suchtwoche ein Kurzportrait einer SHG in der Presse / bei Doppelungen werden beide Gruppen vorgestellt
  • Veranstaltungsplan der SHG in Abstimmung mit der Suchtberatungsstelle vorab in der Presse veröffentlichen / Abklärung gemeinsamer Veröffentlichungen
  • Anonymes Interview in der Presse von Angehörigen / Mitbetroffenen / Eltern.
  • Alanon und Elternkreise können entscheiden, ob sie das wollen. Dann bitte Hr. Pfeifer oder Hr. Leck rechtzeitig informieren. (spätestens bis zum 20. Mai 09 )
  • Öffentlichkeitsarbeit: Verantwortlich Frau Weiland und Herr Bärtling
  • Verbindung zur Suchtberatungsstelle ( Frau Hoffmann ) aufnehmen und die Entwicklung von gemeinsamen Flyern oder Plakaten abklären
  • Inhalte mit den Selbsthilfegruppen und der ISB  abstimmen
  • INFO dann übers WEB


Nächster Termin :    Mittwoch  03.06.2009  um  16.00 Uhr ( ISB )

Frau Hoffmann ( ISB ) wird wegen der Überlassung des Raumes in der
Suchtberatungsstelle angefragt

Protokoll:  Thomas Leck / EXIT e. V. 19.04.2009
geändert:  23.04.2009

Kontakte: Frau Weiland Tel.  033970 / 86 400
Mail:  sonnenschein-petra-2006@web.de

Herr Bärtling, Tel.  0152 / 051 69 461
Mail: drbaertling.neuruppin@email.de

Herr Pfeifer, Tel.  0160 / 840 30 26

Herr Leck, Tel.  0170 / 66 48 721
Mail: thomas.leck@exit-ev.de

Orientierungsgruppe des EXIT e.V. Neuruppin

Die Orientierungsgruppe ist ein Angebot des EXIT e.V.  um den Selbsthilfeverein kennen zu lernen und sich mit dem Thema Sucht in einem geschützten Rahmen auseinandersetzen zu können.

Jeder Teilnehmer hat hier die Möglichkeit, Selbsthilfe zu erleben, sich zu orientieren und sich zu informieren, sowie eigene Themen einzubringen.
Die Inhalte der Orientierungsgruppe werden von den Teilnehmern selbst bestimmt. Vorgeschlagene  Themen sind grundsätzlich als Angebot zu verstehen.

Als Gesprächspartner stehen 3 Mitglieder des EXIT e.V. zur Verfügung.

Um den Kontakt zu allen Mitgliedern des Vereins zu ermöglichen, ist die Zeit für die Orientierungsgruppe auf eine Stunde begrenzt. Alle Teilnehmer der Montagsveranstaltungen des EXIT e.V. treffen sich dann um 20.00 Uhr im großen Gruppenraum, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

Um einen intensiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl der Orientierungsgruppe auf 10 beschränkt.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme rechtzeitig an, da die Gruppe schnell belegt ist.

Ort:    Neuruppin, Fehrbelliner Straße 139, Haus der Parität, kleiner Gruppenraum
Zeit:    Montags  19.00 Uhr
Ansprechpartner:    Thomas Leck , Tel. 0170 / 66 48 721
E-Mail:        thomas.leck@exit-ev.de

LOGO – Raus aus dem Teufelskreis

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Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder vom EXIT am 03. März 2009 für das Logo „Raus aus dem Teufelskreis der Sucht“ ausgesprochen.

Obwohl EXIT schon genau das zum Ausdruck bringt, was die Mitglieder bewegt, sollte die Wortmarke zusätzlich visualisiert werden, um das gesamte Erscheinungsbild (Corporate Design) des Vereins abzurunden. Beabsichtigt war auch, über ein Symbol mit Alleinstellungsmerkmal Signale zu setzen.

Das Orange, die gewählte Farbe wird im Farbkreis als warme Farbe eingeordnet und vermeidet sowohl als Primärfarbe, als auch im sekundären Bereich die in Verbindung mit Alkohol gebrachte, kalte Farbe Blau.

Farbe: Organge HEX #FFA500, CMYK 0 – 0,353 -1 – 0, RGB 255-165-0,

Weitere Einzelheiten siehe um WEB unter Colorscheme

Hier die weiteren Entwürfe, die zur Auswahl standen. Bei den Symbolen 3, 4, 5 und 6 wurde der Versuch unternommen, auch noch die 5 Säulen der Identität unterzubringen.

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Ein Ausweg aus der Sucht

„EXIT“ bietet in Neuruppin Betroffenen und Angehörigen Hilfe zur Selbsthilfe

Anfang Februar gründete sich in Neuruppin der Selbsthilfeverein „EXIT“. 26 Mitglieder, vor allem Alkoholkranke, treffen sich regelmäßig, um einander Kraft für ein Leben ohne die Sucht zu geben.

MAZ von Jeanette Schäfer
NEURUPPIN  – Keine Vorwürfe, kein verständnisloses Kopfschütteln, keine Vorschriften – der am 9. Februar gegründete Verein „EXIT“ ist Anlaufstelle für Suchtkranke oder deren Angehörige.
„Es ist viel leichter über ein Problem zu sprechen, wenn man unter Gleichgesinnten ist“, sagt Thomas Leck. In den Gesprächsrunden sitzen keine Therapeuten und Ärzte, sondern Männer und Frauen, die suchtkrank sind. „Wir therapieren nicht, sondern hören zu und berichten von unseren Erfahrungen und Erlebnissen“, sagt der Sozialarbeiter Leck.
26 Gründungsmitglieder, viele von ihnen haben seit Jahren Erfahrungen in der Suchtselbsthilfe, haben den Verein aus der Taufe gehoben. „Wir sind aus dem Guttemplerorden hervorgegangen“, erklärt Thomas Leck. Jeden Montag treffen sich die Betroffenen im Haus des Paritätischen an der Fehrbelliner Straße 139.
„Zu uns kann jeder kommen, egal, ob Vereinsmitglied oder nicht. Wir schicken niemanden nach Hause“, sagt Vorstandsmitglied Norbert Arndt. Er selbst ist wie fast alle EXIT-Mitglieder alkoholkrank. Seit 30 Jahren ist er trocken. „Man wird die Sucht nie los. Vor einem Rückfall ist niemand gefeit. Die Treffen in der Gruppe sind wichtig und geben Kraft.“

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Gedrängt, sein Leben zu ändern, wird bei EXIT niemand. „Wer zu uns kommt, hat schon einen wichtigen Schritt gemacht“, sagt Thomas Leck, Niemand muss seinen Namen sagen, wenn er es nicht möchte. „Aber er muss damit rechnen, angesprochen zu werden“, betont Norbert Arndt. „Wir wollen, dass jeder das Gefühl hat, ernst genommen zu werden und angekommen zu sein.“
EXIT unterscheidet drei wesentliche Gruppen: In der Orientierungsgruppe nehmen die Betroffenen Kontakt zur Gruppe und zum Verein auf. „Einige wissen nicht so richtig, ob die Selbsthilfegruppe das Richtige für sie ist, oder ob sie überhaupt suchtkrank sind“, sagt Thomas Leck. Sie können sich orientieren und Schlussfolgerungen ziehen.
Die Hauptgruppe trifft sich regelmäßig. Die Mitglieder sind vertraut miteinander und pflegen soziale Kontakte. Ihre Krankheit ist nur selten ein Thema in den Gesprächsrunden. «Sie sprechen über alltägliche Dinge.
Zur dritten Gruppe gehören die Mitbetroffenen: Angehörige oder Freunde von Suchtkranken. „In der Öffentlichkeit ist Sucht ein Tabuthema. Für Mitbetroffene gibt es keinen geschützten Ort, an dem sie Antworten auf ihre Fragen bekommen“, sagt Thomas Leck.
Offen ist der Verein ebenfalls für Menschen, die sich für die Suchtproblematik interessieren. „Das können Arbeitgeber sein, die sich um suchtkranke Mitarbeiter sorgen oder Lehrer, die Informationsmaterial für den Unterricht benötigen“, sagt der Vereinschef. Für alle, die das Angebot der Selbsthilfegruppe nutzen, gelten die gleichen Regeln: nüchtern sein und Diskretion wahren. .Alles, was bei uns gesprochen wird, bleibt in der Gruppe“, betont Thomas Leck, Wer sich daran nicht hält, wird ausgeschlossen.
Die Gruppe organisiert sich selbst, ohne Einfluss von außen. Den gibt es nur, wenn Gefahr für das Leben eines Betroffenen besteht. „Wir arbeiten eng mit dem Krankenhaus und anderen Suchteinrichtungen zusammen“, sagt Thomas Leck, „Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Wir kennen unsere Grenzen ganz genau.“

Visitenkarte

Name: EXIT e. V., Ruppiner Selbsthilfe
Gegründet: 9. Februar 2009
Vorsitzender: Thomas Leck
Mitglieder: 26
Vereinszweck: Suchtkranken und suchtgefährdeten Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben, Menschen bei der Bewältigung eines Lebens ohne Alkohol und Drogen unterstützen, Unterstützung der Angehörigen, Suchtprävention
Treffen: Montags, 19 Uhr
Vereinsräume: Haus der Parität, Fehrbelliner Straße 139 in Neuruppin
Kontakt: thomas.leck@exit-ev.de
Internet: www.exit-ev.de

Quelle: Märkische Allgemeine, Mittwoch, den 04. März 2009 , Ruppiner Tageblatt  / Vereinsseite

Der GAMMA-Alkoholismus

Mehr als 90 % der alkoholkranken Menschen in der Bundesrepublik sind sogenannte GAMMA-Alkoholiker.

GAMMA-Alkoholismus ist eine behandlungsbedürftige Krankheit im Sinne der RVO.

GAMMA-Alkoholiker haben einen typischen Krankheitsverlauf, der sich in vier Entwicklungsphasen einteilen läßt.

Die Phasen im Überblick:

1. Voralkoholische Phase

2. Vorläufer-Phase (Warnphase)

3. Kritische Phase (Kampfphase)

4. Chronische Phase (Resignative Phase)


1. Voralkoholische Phase

  • Erleichterungstrinken

Nach Alkoholkonsum stellen sich häufig Gefühle von Entspannung, Erleichterung und größerer Durchsetzungsfähigkeit ein. Vorübergehend kommt es zu einem Abbau von Hemmungen und die
Umwelt erscheint leichter zu ertragen. Alkohol bleibt nicht mehr ein Genußmittel, sondern wird zur Medizin.

  • Nachlassen der Tragfähigkeit für seelische Belastungen

Belastungen und Spannungen können nicht mehr so wie früher angenommen und verarbeitet werden.
Es zeigen sich vermehrte Erregbarkeit und Verletzbarkeit. Alkohol wird als Medizin immer
wichtiger.

  • Die Verträglichkeit für Alkohol wird größer

Um sich auszugleichen und Ruhe zu finden, wird mehr Alkohol benötigt.

2. Vorläuferphase

  • Gedächtnislücken stellen sich ein

Es handelt sich um ganz besondere, typische Gedächtnislücken. Bereits relativ geringe Mengen Alkohol, unter deren Wirkung noch regelrecht gehandelt werden kann und das Verhalten nicht auffällig zu sein braucht, können am folgenden Tag zu Erinnerungslücken führen: „Der Film reißt“.

  • Die Trinkart ändert sich

Alkohol wird zunehmend allein und unter Umständen auch heimlich getrunken. Häufig werden Verstecke angelegt.

  • Denken an Alkohol

Der Kranke entdeckt, oft an Alkohol denken zu müssen – besonders in außergewöhnlichen, bela stenden
Situationen. Der Alkohol ist zur wichtigen Entspannungsmedizin geworden.

  • Das erste Glas wird häufig schnell getrunken

Häufig wird nunmehr das erste Glas hastig getrunken, weil nicht mehr in erster Linie der Geschmack, sondern die Wirkung des Alkohols gesucht wird.

  • Schuldgefühle stellen sich ein

Der Kranke versucht, sein Trinkverhalten zu verbergen. In der Regel sind ihm Gespräche über Alkohol unangenehm. Anspielungen bezieht er oft auf sich selbst, darum weicht er ihnen möglichst
aus.

3. Kritische Phase (1)

  • Nach Trinkbeginn Verlust der Kontrolle über weitere Trinkmenge

Kleine, u. U. kleinste Mengen Alkohol lösen einen unwiderstehlichen Drang nach weiterer Alkoholaufnahme aus. Der Kranke verliert die Kontrolle über die weitere Trinkmenge und damit die
Möglichkeit, das Trinken aus eigener Kraft zu beenden. Er trinkt weiter, ohne auf eventuelle Folgen Rücksicht zu nehmen. GAMMA-Alkoholiker entwickeln eine abnorme Reaktion dem Alkohol
gegenüber und können nicht mehr mäßig trinken, ohne sich erneut der Gefahr eines Kontrollverlustes auszusetzen.

  • Trinkpausen nach Kontrollverlust

Aufgrund der unangenehmen Folgen durch Kontrollverluste entschließt sich der Kranke, nunmehr Trinkpausen einzulegen, die er auch einhält. Er will sich erholen, um dann mäßig zu trinken. Das gelingt ihm jedoch auf Dauer nicht mehr. Er erlebt neue Kontrollverluste.

  • Erklärungen und Ausreden werden nötig

Um sich zu rechtfertigen, sucht und konstruiert der Kranke Erklärungen und Begründungen für sein Trinkverhalten. Diese sind für ihn wichtig, um mit Schuldgefühlen fertig zu werden.

3. Kritische Phase (2)

  • Das Verhalten ändert sich

Verlust des Selbstwertgefühls, Schuldgefühle, Selbstverachtung führen häufig zu traurigen Verstimmungen,  Selbstmitleid und einem Wechsel zwischen großspurigem Benehmen und Zerknirschung.

  • Fortschreitende Isolierung

Der Kranke fühlt sich von seiner Umgebung immer weniger verstanden und isoliert sich immer mehr. Er gibt Freundschaften auf, und Freunde wenden sich von ihm ab. Häufig kommt es zum
Arbeitsplatzwechsel. Die Familie leidet zunehmend.

  • Die körperliche Abhängigkeit vom Alkohol wird deutlich

Der Stoffwechsel der Körperzellen hat sich auf den Alkohol eingestellt. Nach Trinkpausen finden sich sogenannte Entzugszeichen, die nach erneuter Alkoholaufnahme wieder verschwinden. Diebekanntesten Entzugszeichen sind: Unruhe, Ängste, traurige Verstimmungen, Gereiztheit, morgendliches Würgen, Schweißausbrüche, Händezittern und Herzbeschwerden.

  • Körperliche Folgeschäden treten auf

Es finden sich Magenschleimhautentzündungen mit Appetitlosigkeit, Leberschäden usw.; es wird eine hausärztliche oder klinische Behandlung notwendig. Auch die sexuelle Kraft kann abnehmen oder völlig verschwinden.

4. Chronische Phase (1)

  • Regelmäßiges morgendliches Trinken wird notwendig

Da die Nachtruhe eine Trinkpause darstellt, zeigen sich morgens quälende Entzugszeichen, die nur mit Alkohol beseitigt werden können. Der Kranke funktioniert nur und kann seine Aufgaben erfüllen, wenn er seinen Alkoholspiegel wieder auffüllt.

  • Tagelange Räusche kommen vor

Das zur Beseitigung der Entzugszeichen notwendige morgendliche Trinken und die dadurch ausgelösten Kontrollverluste können zu tagelangen Räuschen führen.

  • Körperlicher, seelischer und sozialer Abbau

Reichliches Trinken und häufige Trunkenheit verursachen immer deutlicher werdende körperliche Schäden, schwere seelische Störungen und zerstören Familien, die Arbeitsverhältnisse und die Beziehungen zu anderen Menschen.

  • Merkfähigkeits- und Konzentrationsstörungen stellen sich ein

Neue Eindrücke können nur schwer behalten werden. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab.

4. Chronische Phase (2)

  • Bedrohliche Entzugszeichen können auftreten

Nach Trinkpausen können sich Hirnkrampfanfälle, Wahnvorstellungen, ein Delirium tremens und damit lebensbedrohliche Folgezustände einstellen.

  • Die Verträglichkeit für Alkohol nimmt ab

Bereits geringe Mengen Alkohol verursachen einen Rausch, der eines Tages vor der Beseitigung der quälenden Entzugszeichen stehen kann. Damit beherrscht der Alkohol das Denken und Leben des Kranken.

  • Körperliche und seelische Zusammenbrüche

Klinikbehandlungen werden häufiger notwendig. Verzweiflung führt nicht selten zu Selbstmordversuchen.
Körperliche Schäden und die fortschreitende Zerstörung des Gehirns führen zur Hospitalisierung und zum vorzeitigen Tod.